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Beteiligungswert


Anscheinend hat die BEMA keine nennenswerten Bankverbindlichkeiten. Die Immobilien sind, soweit bekannt, nicht mit Grundpfandrechten belastet. Dem Vernehmen nach hat die BEMA die Immobilien mit ca. 35 Mio Euro in der Bilanz stehen. Bezogen auf das eingesammelte Kapital hätten die Anleger etwas mehr als ein Drittel ihrer Anlage verloren. Dazu Rechtsanwalt v. Laun:

"Natürlich ist diese Bewertung sehr grob und kann nur einen ungefähren Annäherungswert geben. Die Recherchen zum Wert der Immobilien sind noch nicht abgeschlossen. Ideal wäre eine Ertragswertberechnung, für die mir allerdings nicht alle notwendigen Angaben zur Verfügung stehen. Ich gehe aber davon aus, daß auch eine Ertragswertberechnung nicht zu einem höheren Wert führen würde. Denn auch die BEMA bestreitet nicht, daß die Mieterwartungen sich nicht erfüllt haben. Außerdem ist es der BEMA nicht gelungen, einen Pächter für das Hotel zu finden; derzeit betreibt sie das Hotel selbst, und dem Vernehmen nach ist die Auslastung sehr schlecht. Auch die Vermietung der Gewerbeflächen verlief schleppend und nach meiner Kenntnis stehen einige Gewerbeflächen leer. Man muß deshalb davon ausgehen, daß bei Auflösung des Fonds der Verkaufserlös nicht ausreicht, um die Darlehensverbindlichkeiten der Anleger zu begleichen. Ich sehe auch kommen, daß die BEMA versuchen wird, die Wohnungen einzeln zu verkaufen. Dies könnte dazu führen, daß größere Investoren abgeschreckt werden - für die ist es nicht interessant, einen Wohnungsbestand zu erwerben, bei dem sie auf andere Wohnungseigentümer Rücksicht nehmen müssen."

Noch ein weiterer Grund spricht dafür, daß die Anleger nach dem Verkauf der Immobilie noch eine beträchtliche Restverbindlichkeit bei der Ostseesparkasse haben werden: Nach dem Prospekt sollte die BEMA für zuletzt über 40 Mio DM Indexanleihen bei der Ostseesparkasse erwerben und ein Darlehen bei der OSPA aufnehmen. Dazu ist es nicht gekommen. Der Prospekt stellt in seine Erfolgsprognose auch einen Wertzuwachs der Anleihen ein. Diesen Wertzuwachs wird es nicht geben.

Dazu nochmals Rechtsanwalt v. Laun:

"In meinen Augen ist die BEMA eine hoch riskante Anleihe, die von Anfang an nur Erfolg haben konnte, wenn mehrere günstige Entwicklungen zusammentrafen, nämlich ein gleichmäßiger Anstieg sämtlicher Mieterlöse und ein gleichmäßiges Steigen des Wertes von Indexanleihen. Die Anleger werden daher einen bedeutenden Verlust erleiden, wenn sie sich nicht aus dem Investment lösen können."